Deine Wunschkund:innen gezielt(er) mit passendem Storytelling ansprechen

 

(Gastbeitrag von Sonja Hoffmann @mindful.va.business)

 

Möchtest du gezieltes Marketing betreiben und deinen Social Media Kanal mit hilfreichem Mehrwert bestücken? Gar nicht so einfach! Vorher ist es ratsam, dass du dir Gedanken über deine Zielgruppe machst. Wenn du direkt versuchst eine bestimmte Person zu erreichen, handelst du entgegen des Sprichworts: Sprichst du alle an, dann sprichst du keinen an.

 

 

Back dir deinen Wunschkund:innenavatar

 

Um deine Kund:innen gezielt anzusprechen, ist es wichtig, dass du einen Wunschkund:innen-Avatar erstellst. Um deine Wunschkund:in kennenzulernen, stelle dir doch einmal vor, du triffst deine Wunschkundin oder deinen Wunschkunden im Erstgespräch. Ihr lernt euch kennen und er oder sie erzählt dir von seinen oder ihren Zielen, Wünschen und Träumen. Diese Beobachtungen kannst du mit Hilfe von Leitfragen niederschreiben.

Wenn du bereits eine bestimmte Vorstellung deiner Zielgruppe hast, kannst du recherchieren, ob du Bedürfnisse und Ängste, sogenannte Pain Points deiner Zielgruppe herausfindest. Pain Points sind Probleme der Kund:in, die ihm oder ihr Sorgen oder Angst machen.

 

Hilfreiche Fragen, die Du Dir stellen kannst:

  • Welches Hobby hat mein:e Kund:in?
  • Was macht meine Kund:in beruflich?
  • Wie und wo lebt meine Kund:in?
  • Welche Werte hat meine Kund:in?
  • Was treibt sie oder ihn an?
  • Welches gesellschaftliche Problem möchte der:die Kund:in verändern?
  • Was ist das Lieblingsessen deines Kund:innen-Avatars?
  • Was sind die Bedürfnisse, Ängste und Sorgen?

Hilfreich ist auch die Vorstellung eines Freundebuchs. Ganz sicher hattest du auch ein Freundebuch aus deiner Grundschulzeit. Visualisiere dir also deinen Wunschkund:innenavatar, bevor du mit dem dazu passenden Storytelling beginnst.

 

 

Verpacke die Probleme deines Avatars mit Hilfe von Storytelling

 

Im günstigsten Fall hast du deine Persona jetzt vor Augen. Stell dir vor, sie oder er sitzt dir gegenüber. Wenn du deine Persona kennengelernt hast, kennst du die Vorlieben und Abneigungen der Person.

Im nächsten Schritt stell dir vor: Du schreibst deine Textbeiträge auf Social Media genau für diese Person. Eine lustige Möglichkeit, wie dir das gelingen kann, ist das Entwickeln einer Geschichte. Denk dir Beispielsweise eine Story rund um eine Heldin aus, die gerade ein böses Ungeheuer bekämpft. Die Heldin ist dabei deine Wunschkundin. Und das Ungeheuer symbolisiert eine unliebsame Aufgabe, die eine virtuelle Assistenz aus dem Weg schaffen könnte.

 

Ich werde jetzt spontan kreativ und zeige dir an einem handfesten Beispiel, wie Storytelling funktioniert. In diesem Beispiel heißt unsere Wunschkundin bzw. Heldin Sophia. Da wir zuvor einen Avatar für unsere Wunschkundin erstellt haben, wissen wir, mit welchen Pain Points bzw. Ungeheuern sich Sophia im Alltag herumschlägt – und zwar z.B. mit der Buchhaltung.

 

Hier mein Beispiel, wie du diese Infos in einen Storytelling-Beitrag verpacken kannst:

Die Prokrastination schleicht sich bei unserer Heldin – nennen wir sie Sophia – ein. Seit Sophia selbstständig ist, fällt es Sophia schwer, sich auf ihre Buchhaltung zu konzentrieren. Um die Prokrastination auszutricksen, hat Sophia schon ganz viel versucht: Die elegante Lösung eines Pomodoro-Timers oder die akribische Planung mit einem Kalender. Um das Monster der Prokrastination zu bezwingen, kauft sich Sophia einen Online-Kurs für eine vereinfachte Organisation ihres Backoffice-Bereichs. Nichts hilft! Sie verzweifelt, da sie ihrer eigentliche Arbeit, das Erstellen von animierten Grafiken, schon seit acht Tagen nicht mehr nachgeht. Dabei liegt die Lösung nah: Eine virtuelle Assistenz übernimmt die Buchhaltung von Sophia! Laura verwaltet ab sofort die nervenaufreibende Arbeit und die Prokrastination muss sich leider an ein anderes Opfer schmeißen.

 

 

Geschichten kleben im Hirn wie Datteln

 

Unser Gehirn liebt Geschichten! Seit Menschengedenken erzählen wir uns winzige Ausschnitte oder ausartende Romane aus unserem Alltag. Wir lauschen gebannt und projizieren dies auf unser eigenes Leben. Erzähltes geht vom Ohr ins Herz. Berührende Geschichten krallen sich fest. Stolpert deine Wunschkundin über die Geschichte von Sophia und der Prokrastination, fühlt sie sich persönlich angesprochen. Wenn sie das nächste Mal wieder vor dem in der Story angesprochenen Problem steht, erinnert sie sich bestenfalls sogar an dich – denn die Geschichte blieb einfach viel besser im Gedächtnis als ein einfacher 0815-Beitrag! Vor allem, wenn die Buchhaltung wieder die Überhand gewinnt, denkt sie direkt an eine virtuelle Assistentin, die ihr aus dem Schlamassel hilft.